Die SPD-Stadtratsfraktion hat beantragt auf der kommenden Sitzung des Dauner Stadtrates die Bauabteilung der Verbandsgemeindeverwaltung mit der Aufstellung eines „Baulandkatasters“ für Daun zu beauftragen.

Gemäß dem Grundsatz aus dem §1 des Baugesetzbuches soll eine städtebauliche Entwicklung vorrangig durch Maßnahmen der Innenentwicklung erfolgen. Dabei stellt die Nutzung von Baulücken einen wesentlichen Beitrag zur zukunftsorientierten, kosten- und flächensparenden Siedlungsentwicklung dar. Zudem werden durch Bebauung von Baulücken die bereits vorhandene Infrastruktur der straßen- und leitungsmäßigen Erschließung optimal ausgenutzt, was finanziell dem Bauwilligen, der Stadt und den Anliegern zugute kommt. Die Aktivierung dieser Grundstücke ist ebenso ein wichtiger Baustein eines nachhaltigen Flächenmanagements.

Informationen über bebaubare Flächen kann die Stadt Daun bisher aber nur dann erteilen, wenn sie selbst Eigentümerin dieser Flächen ist. Um einen Überblick über Anzahl und Lage innerstädtischer quasi sofort bebaubarer Flächen in Privateigentum zu bekommen, soll durch die Bauabteilung der Verbandsgemeindeverwaltung Daun das Wohnbauflächenpotential (Baulücken) ermittelt und erfasst werden, zunächst in der Kernstadt und daran anschließend in allen Ortsteilen. Rechtliche Grundlage für die Aufstellung eines solchen Baulandkatasters ist §200 Absatz 3 des Baugesetzbuches. Demnach kann eine Kommune in Frage kommende Flächen ohne personenbezogene Daten veröffentlichen, z.B. eben in Form eines Katasters, soweit der Grundstückseigentümer nicht ausdrücklich widersprochen hat. Wir setzen allerdings eine enge Abstimmung im Verfahren mit den Eigentümern voraus.

Zunächst soll in der kommenden Stadtratssitzung ein Grundsatzbeschluss gefasst werden und das weitere detaillierte Verfahren an den zuständigen Ausschuss „Umwelt, Bauen, Planen“ delegiert werden.