SPD und UWG fordern Ausrichtung einer Kreisjugendkonferenz für mehr Jugendbeteiligung in der Kommunalpolitik

Wachsende Zustimmung zu antidemokratischen Parteien, allgemein sinkende Wahlbeteiligung und das immer wiederkehrende Klischee von der politisch desinteressierten Jugend: die Zukunft der Demokratie gerade im kommunalpolitischen Bereich wird immer wieder in sehr düsteren Farben gezeichnet. Ein Antrag der Fraktionsgemeinschaft aus SPD und UWG im Kreistag Vulkaneifel bringt die Überzeugung der beiden Parteien zum Ausdruck, dass es sich bei dieser pessimistischen Wahrnehmung um eine Fehleinschätzung handelt.

„Die Demonstrationen gegen die neue EU-Urheberrechtsreform und die internationalen Proteste der Initiative Fridays for Future sind lediglich zwei der bekanntesten Beispiele dafür, dass sich Jugendliche mehr Beteiligung an den politischen Entscheidungen für ihre Zukunft wünschen. Diesem Anliegen müssen wir auch im Landkreis Vulkaneifel schnellstmöglich Rechnung tragen, daher bringen wir diesen Antrag bereits in der ersten Arbeitssitzung des neugewählten Kreistags ein. Um zu zeigen, dass junge Menschen alles andere als politikverdrossen sind und um das Vertrauen in kommunalpolitische Arbeit zu stärken, wollen wir mehr Einbeziehung ermöglichen und Transparenz schaffen“, erklärt Nils Böffgen, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag hierzu.

Die Fraktionsgemeinschaft beantragt in der ersten Arbeitssitzung des neu gewählten Kreistags am 2. September die Erarbeitung eines Konzepts zur Jugendbeteiligung im Landkreis Vulkaneifel zu beschließen. So sollen junge Menschen besser in kommunalpolitische Entscheidungsprozesse einbezogen werden, die ihre Zukunft und damit die Zukunft des Landkreises betreffen. Der erste Schritt zu einem solchen Konzept muss nach Auffassung der Fraktionsgemeinschaft die Ausrichtung einer Kreisjugendkonferenz sein. Mit einer solchen Konferenz könne es gelingen, junge Menschen von Beginn an in die Ausarbeitung eines Konzepts zu Jugendbeteiligung einzubeziehen, heißt es im Antrag.

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